Hemifazialer Spasmus

Als hemifazialer Spasmus wird eine neuromuskuläre Erkrankung bezeichnet, die durch unvorhersehbare und unwillkürliche Zuckungen von Gesichtsmuskeln einer Gesichtshälfte gekennzeichnet ist. Diese Krankheit beginnt an den Muskeln rund um das Auge und schreitet fort, bis schließlich alle Muskeln auf einer Gesichtshälfte betroffen sind. Die psychosozialen Auswirkungen können beträchtlich sein. Unkontrollierbare Zuckungen des Gesichts erschweren alltägliche Aktivitäten wie das Führen von Fahrzeugen und das Lesen, beeinträchtigen aber auch das Ausdrucksvermögen, wodurch soziale Interaktionen erschwert werden. Der hemifaziale Spasmus tritt selten auf. Es wird geschätzt, dass die Gesamthäufigkeit gegenwärtig etwa 0,01 % der Bevölkerung beträgt, was bedeutet, dass EU-weit etwa 500.000 Menschen betroffen sind.