Reizdarmsyndrom

Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist ein relativ unscharf definiertes Krankheitsbild. Es zeichnet sich aus durch chronische, d. h. länger als drei Monate anhaltende Beschwerden, wie Bauchschmerzen, Blähungen und Stuhlgangsveränderungen, wie Verstopfung (Obstipation) und/oder Durchfall (Diarrhö).1 Je nach Leitsymptom werden drei Formen des Reizdarmsyndroms unterschieden: Obstipations-dominantes RDS (RDS-O), Diarrhö-dominantes RDS (RDS-D) sowie RDS mit gemischtem/wechselndem Stuhlverhalten.1 Die Diagnosestellung erfolgt nach dem Ausschlussverfahren und ist daher häufig sehr langwierig.1 Nach den bisher vorliegenden Daten erkranken Frauen häufiger am Reizdarmsyndrom, in der zweiten bis dritten Lebensdekade sogar doppelt so häufig wie Männer.1 Prinzipiell kann die Erkrankung aber in jedem Alter, also auch bei Kindern und Jugendlichen vorkommen.1 Patienten, die vom Reizdarmsyndrom betroffen sind, berichten von einer großen Einschränkung ihrer Lebensqualität, da sowohl das eigene Wohlbefinden aber auch Beziehungen, Reisen oder das Arbeitsleben durch die Erkrankung betroffen sind.1,2 Eine Behandlung bringt den Patienten daher nicht nur körperliches Wohlbefinden zurück, sondern nimmt ihnen auch die psychosoziale Belastung.

1. Layer P et al. Z Gastroenterol 2011; 49:237–293.

2. Gralnek IM et al. Gastroenterology 2000; 119: 654–660.