Helicobacter pylori-Infektion

Bei einer Infektion mit dem spiralförmigen Bakterium Helicobacter pylori (H. pylori) siedelt sich der Keim in der Magenschleimhaut an. Bei 80 Prozent der Patienten geht diese Infektion ohne Beschwerden einher. Bei 20 Prozent der Infizierten kommt es jedoch unter Umständen zu lebensbedrohlichen Komplikationen. So erhöht eine H. pylori-Infektion beispielsweise das Risiko für ein Magenkarzinom um
das Zwei- bis Dreifache. Eine Behandlung der Infektion wird daher für verschiedene Patientengruppen empfohlen.

Weltweit gehört H. pylori zu den häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt. So ist circa die Hälfte der Weltbevölkerung über vierzig Jahren betroffen. Allein in Deutschland leiden derzeit fünf Millionen Menschen unter den Symptomen einer H.pylori-Infektion. Weitere zwanzig Millionen sind hierzulande Träger des Bakteriums, verspüren jedoch keine Beschwerden. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch – meist in der Kindheit. Wie genau sich die Betroffenen anstecken, ist aktuell jedoch noch nicht vollständig geklärt. Mögliche Infektionsquellen sind Speichel, Erbrochenes oder Stuhl.