Exokrine Pankreasinsuffizienz

Die Bauchspeicheldrüse – auch Pankreas genannt – produziert den Bauchspeichel, der viele verschiedene Verdauungsenzyme enthält. Während des Essens gibt der Pankreas sein Sekret in den Zwölffingerdarm ab, um den Nahrungsbrei in seine Bestandteile zu zerlegen. Umfang und Komposition des Verdauungssafts variieren dabei abhängig von der Zusammensetzung und Menge der Mahlzeit. Produziert die Bauchspeicheldrüse nur unzureichend oder gar keine Verdauungsenzyme mehr, liegt eine exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) vor. Infolgedessen wird die Nahrung nicht mehr in ihre Kleinstbestandteile zerlegt und Patienten leiden unter einem Nährstoffmangel, der seinerseits Folgeerkrankungen wie beispielsweise Osteoporose auslösen kann. Die Symptome einer EPI treten oft schubweise auf und reichen von Oberbauchschmerzen und -krämpfen über Erbrechen bis hin zu Fettstuhl und Diarrhoe. Ein chronischer Gewichtsverlust kann die Folge sein.

Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung einer EPI sind chronischer Alkoholmissbrauch, chronische Pankreatitis, Pankreaskarzinom, Mukoviszidose und Diabetes mellitus.